Margherita-von-Brentano-Preis 2019

Wir haben großartige Neuigkeiten! Wir haben die große Ehre, die diesjährigen Preisträgerinnen des Margherita-von-Brentano-Preises zu sein!

Der Preis wird alle 2 Jahre von der Freie Universität Berlin (FU) an Projekte vergeben, die sich für Frauenförderung und Gleichstellung einsetzen. Margherita von Brentano war die erste Vizepräsidentin der FU und kämpfte insbesondere im universitären Kontext für die Gleichberechtigung von Frauen.

Wir freuen uns sehr, dass die FU Berlin unser langjähriges Engagement für eine bessere medizinische Ausbildung und Entkriminalisierung des Schwangerschaftsabbruchs auf diese Weise honoriert.

Wir könnten nicht stolzer auf die Auszeichnung sein, bedanken uns bei der Universität für diese großartige Auszeichnung und bei allen unseren Unterstützer*innen, die unsere Arbeit erst ermöglicht haben! Unsere Arbeit fängt gerade erst an!

Die Preisverleihung wird am Freitag, den 15. November in den Gebäuden der FU stattfinden. Unterstützer*innen sind natürlich willkommen!

Die offizielle Pressemitteilung der FU ist hier zu finden: https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2019/fup_19_267-margherita-von-brentano-preis-medical-students-for-choice/

Aktuelles & Termine

Liebe Kommiliton*innen,

diese Webseite betreiben wir seit dem Beginn des Sommersemesters 2018, um dem durch Seiten der Abtreibungsgegner dominiertem world wide web eine Seite entgegenzustellen, auf denen ihr euch über unsere Arbeit, aber auch generell zu verschiedenen Aspekten des Schwangerschaftsabbruches informieren könnt.

Rechts findet ihr immer aktuellen Daten für alles, was wir für euch organisieren oder Veranstaltungen, die ihr interessant finden könntet. Ihr wollt keine unserer Veranstaltungen mehr verpassen? Dann ladet unseren Kalender → hier runter.

Wir haben frohe Neuigkeiten für euch: was sich im medizinischen Curriculum der Charité schon ab dem Sommersemester 2019 ändern wird, könnt ihr hier nachlesen. Wir sind stolz, dass unsere Arbeit erste Früchte zeigt. Wir hoffen, dass dies Medizinstudierende anderer deutscher Fakultäten dazu ermutigt, sich ebenfalls für eine gründlicher Thematisierung im Curriculum einzusetzen. Wir Studierenden haben mehr Einfluss, als wir manchmal denken!

Auch den Ausgang unseres Treffens mit der Fakultätsleitung der Charité könnt ihr dort nachlesen, bei dem es darum ging, ob wir weiterhin die Räume der Charité für die Papaya-Workshops nutzen dürfen – einige Professoren hatten deren Verwendung nämlich als „verharmlosend“ bezeichnet.

Unter dem neuen Reiter „Positionierung zur Kritik“ äußern wir uns zu einigen Vorwürfen, die wir uns vonseiten unserer Kritiker*innen anhören mussten.

Und es gibt noch etwas Neues auf dieser Seite: Unter „Diagnose Sexismus“ stellen wir euch unsere Plattform vor, auf der wir sexistische Erfahrungen im klinischen Kontext sammeln und kontextualisieren. Im Rahmen unserer feministischen Aktionswoche vom 3. – 7. Dezember 2018, organisiert durch die MSFC und die Kritischen Mediziner*innen, hatten wir ein buntes Programm an der Charité, unter anderem mit unserer Frauenbeauftragten Dr. Kurmeyer, mit Laura Méritt von sexclusivitaeten.de und mit Sarah Diehl und ihrem Buch „Die Uhr die nicht tickt. Kinderlos glücklich.“

Liebe Interessierte,

Bitte beachtet, dass sich unsere Veranstaltungen in erster Linie an Studierende richten. Wir bitten euch daher um Nachsicht, dass ein Teil unserer Veranstaltungen – sofern nicht anders angekündigt – nicht öffentlich ist. Bei allen anderen Aktionen seid ihr aber herzlich willkommen!

„Doctors for Choice Germany“

Große Neuigkeiten im Kampf für mehr sexuelle und reproduktive Selbstbestimmung! Im November feiert Doctors for Choice Germany e.V. seine Gründung.

Hervorgegangen ist der Verein durch eine Initiative von einzelnen (ehemaligen) Mitglieder der Medical Students for Choice Berlin, vereint jedoch unter deren Dach aber auch viele erfahrene Gynäkolog*innen und Allgemeinärzt*innen uvm., die sich schon jahrelang auf unterschiedliche Weise für die reproduktive Selbstbestimmung von Frauen und Menschen mit Uterus engagieren.

Auf den sozialen Medien stellen sich Doctors for Choice Germany vor und verkünden ihre Gründungsfeier am 16.11.2019 in Berlin:

„Wir sind Doctors for Choice Germany e.V. – ein deutschlandweites Netzwerk von Ärzt*innen und Medizinstudierenden, die gemeinsam für einen selbstbestimmten Umgang mit Sexualität, Fortpflanzung und Familienplanung kämpfen. Dabei geht es uns aktuell insbesondere darum, den Zugang zum Schwangerschaftsabbruch in Deutschland zu verbessern. Wir arbeiten gesundheitsorientiert, evidenzbasiert und feministisch; letzteres bedeutet für uns, jegliche Benachteiligung aufgrund von Geschlecht und Sexualität abzulehnen.

Am 16.11.2019 feiern wir offiziell die Gründung des Vereins und laden dazu nach Berlin ein. Bei der Gründungsfeier wollen wir uns vorstellen, vernetzen und besprechen, wie es nun mit dem jungen Verein weitergehen kann. Da die Raumgröße begrenzt ist, bitten wir um eine verbindliche Anmeldung an info@doctorsforchoice.de mit kurzer Vorstellung.

Die Teilnahme an der Gründungsfeier ist natürlich keine Voraussetzung, um Mitglied zu werden. Bei der Gründungsfeier wird auch unsere Webseite www.doctorsforchoice.de online gehen, wo alle notwendige Informationen zu unserer Arbeit, Mitgliedschaft etc. zu finden sein werden. Ansonsten halten wir euch auf den sozialen Medien ebenfalls auf dem Laufenden.

Wir freuen uns auf die zukünftige Zusammenarbeit und heißen den Verein herzlich willkommen!

Wenn ihr über die Vereinstätigkeit auf dem Laufenden bleiben wollt, folgt dem Verein auf den sozialen Medien:
https://twitter.com/Docs4Choice
https://www.facebook.com/Docs4Choice/
https://www.instagram.com/doctorsforchoicegermany/

#KEINEWERBUNG

Nächsten Samstag (28.09) ist ‚International Safe Abortion Day‘. Bundesweit sind deshalb diese Woche Aktionen geplant. Unter den Forderungen ist die Abschaffung von §219 StGB, dem umstrittenen „Werbeparagraphen“. Dies ist wichtig, denn:

§219a StGB ist kein Werbeverbot, sondern Informationsverbot. Wiederholt werden Ärzt*innen verurteilt, weil sie auf ihrer Webseite darüber informieren, Schwangerschaftsabbrüche durchzuführen. Nach langen Protesten und viel Kritik hat die Bundesregierung deshalb Anfang des Jahres einen zu §219a beschlossen und verspricht nun Rechtssicherheit.

Die Realität ist anders. Nichts hat sich verändert. Medizinischem Fachpersonal wird weiterhin vorenthalten, Aufklärung zu betreiben. Erst vor 2 Monaten wurde die Berliner Gynäkologin Dr. Bettina Gaber verurteilt, weil sie gegen den §219a verstoße. Der entscheidende Satz auf der Webseite war: „Auch ein medikamentöser, narkosefreier Schwangerschaftsabbruch gehört zu den Leistungen von Frau Dr. Gaber.“

Aber inwiefern ist eine solche Information Werbung? Können wir endlich aufhören, Informationen und ärztliche Aufklärung mit Werbung gleichzusetzen?

§219a StGB ist kein Werbeverbot, sondern Informationsverbot. Ohyouwomen.org hat eine Aktion gestartet, um dies zu verdeutlichen: „wenn Information „Werbung“ wäre, würde sie so aussehen.“