Aktuelles & Termine

Liebe Kommiliton*innen,

diese Webseite betreiben wir seit dem Beginn des Sommersemesters 2018, um dem durch Seiten der Abtreibungsgegner dominiertem world wide web eine Seite entgegenzustellen, auf denen ihr euch über unsere Arbeit, aber auch generell zu verschiedenen Aspekten des Schwangerschaftsabbruches informieren könnt.

Rechts findet ihr immer aktuellen Daten für alles, was wir für euch organisieren oder Veranstaltungen, die ihr interessant finden könntet. Ihr wollt keine unserer Veranstaltungen mehr verpassen? Dann ladet unseren Kalender → hier runter.

Wir haben frohe Neuigkeiten für euch: was sich im medizinischen Curriculum der Charité schon ab dem Sommersemester 2019 ändern wird, könnt ihr hier nachlesen. Wir sind stolz, dass unsere Arbeit erste Früchte zeigt. Wir hoffen, dass dies Medizinstudierende anderer deutscher Fakultäten dazu ermutigt, sich ebenfalls für eine gründlicher Thematisierung im Curriculum einzusetzen. Wir Studierenden haben mehr Einfluss, als wir manchmal denken!

Auch den Ausgang unseres Treffens mit der Fakultätsleitung der Charité könnt ihr dort nachlesen, bei dem es darum ging, ob wir weiterhin die Räume der Charité für die Papaya-Workshops nutzen dürfen – einige Professoren hatten deren Verwendung nämlich als „verharmlosend“ bezeichnet.

Unter dem neuen Reiter „Positionierung zur Kritik“ äußern wir uns zu einigen Vorwürfen, die wir uns vonseiten unserer Kritiker*innen anhören mussten.

Und es gibt noch etwas Neues auf dieser Seite: Unter „Diagnose Sexismus“ stellen wir euch unsere Plattform vor, auf der wir sexistische Erfahrungen im klinischen Kontext sammeln und kontextualisieren. Im Rahmen unserer feministischen Aktionswoche vom 3. – 7. Dezember 2018, organisiert durch die MSFC und die Kritischen Mediziner*innen, hatten wir ein buntes Programm an der Charité, unter anderem mit unserer Frauenbeauftragten Dr. Kurmeyer, mit Laura Méritt von sexclusivitaeten.de und mit Sarah Diehl und ihrem Buch „Die Uhr die nicht tickt. Kinderlos glücklich.“

Liebe Interessierte,

Bitte beachtet, dass sich unsere Veranstaltungen in erster Linie an Studierende richten. Wir bitten euch daher um Nachsicht, dass ein Teil unserer Veranstaltungen – sofern nicht anders angekündigt – nicht öffentlich ist. Bei allen anderen Aktionen seid ihr aber herzlich willkommen!

Was ist denn da in Alabama los?!

Es ist wirklich unvorstellbar was aktuell in den USA geschieht: In Alabama sind nun Schwangerschaftsabbrüche in fast allen Fällen illegal, auch nach Vergewaltigungen. Ärzt*innen, die einen Abbruch durchführen können eine Haftstrafe bis zu 99 Jahren erhalten. Im Vegleich dazu: für Inzest liegt die Höchststrafe bei 10 und für Vergewaltigung bei 20 Jahren. In Georgia, Ohio, Kentucky und Mississippi sind Abbrüche ab der Registrierung eines „fetalen Herzschlages“ (ca. Woche 6) verboten – ein Zeitpunkt, zu dem die meisten noch gar nicht wissen, dass sie schwanger sind. In Ohio dürfen auch Eileiterschwangerschaften – eigentlich ein lebensgefährlicher Zustand für die Schwangeren – nicht abgebrochen und sollen stattdessen in die Gebärmutter ‚zurückverpflanzt‘ werden: einen Eingriff, den es in der Medizin gar nicht gibt. Das sind jedoch nur einige Beispiele.

Die traurige Wahrheit ist, dass Fundamentalist*innen/ Anti-Choice-Personen/ Anti-Feminist*innen gerade Hand in Hand arbeiten, um Rechte von Frauen und Menschen mit Uterus , Rechte auf körperliche, reproduktive Selbstbestimmung sowie körperliche Unversehrtheit und politische Mitbestimmung einzuschränken.

Menschen zu zwingen, die Schwangerschaft auszutragen ist menschenverachtend. Menschen mit Uterus sind keine Gebärmaschinen. Sie haben das Recht darüber zu entscheiden, was mit ihrem Körper geschieht. Und dieses Recht werden sie einfordern, ob es legal ist oder nicht. Verbote werden also nicht dazu führen, dass weniger Abbrüche durchgeführt werden, sondern nur dass diese unsicherer werden und setzen damit das Leben der Schwangeren in Gefahr (Guttmacher Institut).

Die Washington Post gibt eine Übersicht über die Gesetzeslage zum Schwangerschaftsabbruch in den unterschiedlichen US-Staaten und wann welche Veränderungen vorgenommen wurden. Da wird deutlich, dass in den letzten Jahren, aber v.a. in 2019, die Gesetzeslage in der Mehrheit der Staaten immer extremer und restriktiver geworden ist. Wer also glaubt, dass einmal erreichte Errungenschaften nicht mehr verloren gehen können, hat sich getäuscht.

(Quelle Washington Post)

Das Problem ist, dass solche Gesetze oft von Menschen beschlossen werden, die nicht wissen, was es bedeutet, schwanger zu sein. Auch im Senat in Alabama gibt es genau 4 Frauen, welche damit deutlich unterrepräsentiert sind. Die 25 Ja-Stimmen stammen – wer hätte es gedacht – von weißen Männern. Es kann nicht sein, dass diese über das Schicksal und den Körper einer Frau/ Mensch mit Uterus entscheiden!

(Quelle: CNN)

Denn es zeigt sich immer wieder, dass diese Politiker*innen nichts über die weibliche Anatomie wissen, nicht verstehen wie der Körper funktioniert und sich meist noch nie näher mit dem Thema ‚Schwangerschaftsabbruch‘ auseinander gesetzt haben. Paradebeispiel ist das Interview mit Jim Buchy von 2012. Jim Buchy ist Republikaner und großer Abbruchs-Gegner. In Ohio arbeitet er engagiert daran, die Gesetze zum Schwangerschaftsabbruch restriktiver zu gestalten. Über die Frage, warum Frauen einen Abbruch durchführen, hat er sich aber noch nie Gedanken darüber gemacht:

Die aktuellen Entwicklungen lassen einen nur den Kopf schütteln. In was für eine Richtung entwickelt sich unsere Welt? Wie kann es sein, dass Menschen mit Uterus auch noch im Jahr 2019 darum bangen muss, selbstbestimmt über den eigenen Körper entscheiden zu dürfen?

Deswegen brauchen wir – heute mehr denn je – jeden Einzelnen von euch! Organisiert euch und seid laut! Geht auf die Straßen und demonstriert mit uns! Informiert euch und euren Umkreis! Ihr habt einen Schwangerschaftsabbruch gehabt? Erzählt es euren Mitmenschen! Helft uns, das Stigma zu durchbrechen!

Liebe Grüße
Leonie von MSFC Berlin

Der medikamentöse Schwangerschaftsabbruch in der hausärztlichen Praxis

Eine Möglichkeit zur Verbesserung der Versorgungslage in Deutschland?

Bitte verbreiten Sie folgendes Fortbildungsangebot von Berliner Gynäkologinnen weiter, insbesondere an Hausärzt*innen. Danke. Ihre MSFC.

„In den letzten 15 Jahren ist in Deutschland die Zahl der Einrichtungen, die einen der jährlich rund 100.000 Schwangerschaftsabbrüche anbieten von etwa 2000 auf etwa 1200 zurückgegangen. Besonders im ländlichen Bereich bedeutet dieser Rückgang, dass betroffene Frauen häufig lange Wege zurücklegen müssen und die Versorgungslage immer problematischer wird.
Seit 1999 ist neben der operativen Methode der medikamentöse Schwangerschaftsabbruch (mSAB) mit den Medikamenten Mifepriston und einem Prostaglandin zugelassen. Seitdem steigt der Anteil dieser Methode nur langsam und mit grossen regionalen Unterschieden an und liegt aktuell mit ca. 20% weit unter dem europäischen Durchschnitt, wo die Methode in bis zu 80% der Fälle angewendet wird.
In Deutschland wird der mSAB bisher fast ausschließlich von Gynäkolog*innen durchgeführt, während in anderen europäischen Ländern der Zugang häufig über die hausärztlichen Praxen erfolgt.

In diesem Workshop wollen wir mit interessierten Allgemeinmediziner*innen die Möglichkeiten ausloten, inwieweit ein Einbeziehen der hausärztlichen Praxen die Versorgungslage von ungewollt Schwangeren verbessern könnte und die praktischen
Grundlagen des mSAB vermitteln.
Es werden praxisnah sowohl die medizinischen Aspekte der Durchführung eines mSAB (Medikamente, Feststellung des Schwangerschaftsalter, Kontraindikationen, mögliche Komplikationen etc.) als auch rechtliche und organisatorische Fragen behandelt.

Ort und Zeitpunkt:
Profamilia Berlin, Kalckreuthstrasse 4, 10777 Berlin
Freitag, 13.9.19 14:30-18:30

Referentinnen:
Dr.med. Jana Maeffert, Dr. med. Blanka Kothé
Fachärztinnen für Gynäkologie und Geburtshilfe

Kosten:
Fachärzt*innen: 50 Euro
Ärzt*innen in Weiterbildung/Teilzeit: 30 Euro
Studierende: 20 Euro

Es werden Fortbildungspunkte bei der Ärztekammer Berlin beantragt

Anmeldung und Fragen: janamaeffert@web.de“

FDP macht Rückzieher! Wehrt euch mit einem Brief…

Nach der Verkündigung des ‚Kompromisses‘ zu §219a kündigten Grüne, Linke und FDP an, eine Verfassungsklage vor dem Bundesverfassungsgericht zu planen. Es sollte geprüft werden, ob die Novelle des Paragraphen tatsächlich grundgesetzkonform sei. Zur Einreichung werden 25 Prozent der Abgeordneten des Bundestags benötigt, die nur mit der Unterstützung aller 3 Parteien erreicht werden kann. Die FDP rudert nun zurück. Stephan Thomae, stellvertretende Vorsitzende der FDP, erklärt, er schätze die Erfolgschancen nicht groß genug ein und rät von der Klage ab. Dabei lässt er außer Acht, dass es in nicht unerheblichem Maße auch um das politische Signal geht, das mit einer solchen Klage gesendet würde.
Grünen und Linke, sowie alle, die für die körperliche Selbstbestimmung kämpfen, sind enttäuscht! Zu recht kommentieren die Grünen: „Wenn es der FDP wirklich um Rechtssicherheit für Medizinerinnen und Medizinern und um die Informationsfreiheit für Frauen geht, sollte sie nochmal eingehend prüfen, ob das ihr letztes Wort ist.“

Wenn ihr genauso enttäuscht von der FDP seid wie wir, sendet diesen Brief per Email an stephan.thomae@bundestag.de. Oder ihr wählt den Briefweg und sendet ihn an Stephan Thomaes Bundestags-Adresse:

Platz der Republik 1
11011 Berlin
Deutschland

Das Muster hat freundlicherweise Christiane von Rauch, Allgemeinärztin aus Frankfurt am Main, verfasst. Gemeinsam sind wir stark!! Danke für eure solidarische Hilfe.

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Sehr geehrter Herr Thomae,
Sehr geehrte Fraktionsmitglieder der FDP im Deutschen Bundestag,

mit Erstaunen und Sorge, nein mit Empörung habe ich davon Kenntnis erhalten, daß Ihre Fraktion sich von ihrer bisherigen Entscheidung entfernt, gemeinsam mit den Fraktionen der Grünen und Linken ein Normenkontrollverfahren beim Verfassungsgericht zur nunmehr erfolgten Gesetzesänderung des § 219a zu beantragen (siehe: taz.die tageszeitung vom 04.05.2019 https://www.taz.de/!5589337 FDP rückt von Klage gegen Paragraf 219a ab).

Herr Thomae, Sie persönlich hatten ja in der entscheidenden Bundestagsdebatte diesen Vorschlag gemacht! Selbst wenn Sie Zweifel am Erfolg eines solchen Verfahrens haben, ist es meiner Meinung nach ein fatales politisches Signal, wenn Sie sich aus der Thematik in dieser Form zurückziehen.
Die FDP hat sich gerade im Gesetzgebungsverfahren zum §219a sehr deutlich und vehement für die Streichung des § 219a aus dem StGB ausgesprochen und damit die Rechte der Schwangeren und der Ärzt*innen auf ungehinderten Zugang zur Information zum Schwangerschaftsabbruch gestärkt. Nicole Bauer zum Beispiel äußerte sich in einer klaren und engagierten Rede zum §219a.

Der §219a auch in der jetzt erfolgten Kompromisslösung ist untragbar, er bringt keine durchgreifende Besserung! Er gehört endgültig aus dem StgB entfernt. Die meisten juristischen Sachverständigen halten, wie Ihnen bekannt sein dürfte, den § 219a für nicht verfassungskonform.
Auch und gerade im Hinblick auf den europa-, ja, weltweiten Vormarsch der rechten und christlichen Fundamentalisten mit dem Ziel der Aushöhlung und Rücknahme der Menschenrechte auf körperliche und sexuelle Selbstbestimmung, auf reproduktive Selbstbestimmung, also auch auf Abtreibung, Ehe für alle etc. ist es geradezu eine Pflicht für liberale Demokrat*innen hier Flagge zu zeigen.

Bitte seien Sie sich Ihrer Verantwortung zum Thema Schwangerschaftsabbruch, Selbstbestimmungsrechte und Menschenrechte bewußt und bringen Sie mit den anderen beiden Fraktionen (und sicherlich auch vielen MdBs der SPD Fraktion) die Normenkontrollkontrolle auf den Weg.

Betroffene Frauen und Ärzt*innen rechnen auf Sie!
Die angeklagten Ärzt*innen benötigen weiter Ihre Unterstützung!
Weichen Sie nicht zurück! Frauen und Ärzt*innen werden es Ihnen danken!

Mit freundlichem Gruß

„Die Gebärmutter einer Frau ist keine Papaya.“

Liebe Interessierte, Liebe Unterstützer*innen,

Vor Kurzem hat uns nachfolgende E-Mail eines unserer künftigen Kollegen erreicht. Da darin Vorwürfe formuliert werden, denen wir öfter Paroli bieten müssen, möchten wir sowohl die Nachricht als auch unsere Antwort darauf hier veröffentlichen.

Wir hoffen, damit auch anderen Menschen – die uns hoffentlich freundlicher gesinnt sind – mögliche Fragen beantworten zu können.

Eure Medical Students for Choice

Sehr geehrter Herr ,

Da Sie die „unwichtige Marginalie“ immerhin für so wichtig empfunden haben, sie niederzuschreiben, möchten wir gerne darauf eingehen. 

Wie Sie vermutlich wissen, ist die Bezeichnung „Studierende“ ein Kompromiss, der eine der vielen Unzulänglichkeiten der deutschen Sprache umgehen soll. Um unnötige Konstruktionen mit Unterstrich, Binnen-I oder Gendersternchen zu vermeiden, erscheint es uns als eleganter – sofern möglich – auf Konstruktionen wie die obige zurückzugreifen. Dass Sprache unser Denken beeinflusst, ist mittlerweile zweifellos wissenschaftlich nachgewiesen, sodass diese Erkenntnisse glücklicherweise auch Eingang in unsere gesellschaftlichen Umgangsformen finden. Abgesehen davon zeugt es von Respekt, wenn man alle Angesprochenen auch tatsächlich anspricht und nicht nur „mitmeint“, wie Sie das mit Ihrer Formulierung tun. 

Viele Ihrer Fragen haben wir bereits mehrfach auf unserer Homepage bzw. in Interviews (die meisten davon sind ebenfalls ebendort verlinkt) beantwortet. Nichtsdestotrotz möchten wir sie Ihnen gerne nochmals persönlich beantworten.

Der Gegenstandskatalog der Staatsexamina für Humanmedizin in Deutschland sieht vor, dass wir neben den rechtlichen und ethischen auch die medizinischen Aspekte zum Thema Schwangerschaftsabbruch beherrschen. Da letztere aber in unserem Curriculum an der Charité bisher nicht behandelt wurden, fordern wir ein, worauf wir ein Recht haben: dass unsere Universität uns auch das lehrt, was wir für diese Prüfungen können müssen. 

Unsere Forderungen beziehen sich auf die theoretische Behandlung dieser praktischen Aspekte (medikamentöser Abbruch und operativer Abbruch + jeweilige Vor- und Nachteile), die im Übrigen an vielen Universitäten nicht stattfindet, wie aus den Recherchen von Miriam Lenz hervorgeht. 

So wie wir eben auch die Schritte einer Appendektomie, einer Hemikolektomie, einer Cholezystektomie etc. pp. (allesamt im Gegenstandskatalog der Charité verankert) erlernen.

Die Papaya als Modell bzw. der Papayaworkshop als Lehrkonzept ist international anerkannt und beider Berechtigung bereits mehrfach durch Studien belegt. Es wäre daher vermessen, zu behaupten, wir wüssten es besser und könnten mit besseren Modellen oder Lehrkonzepten aufkommen, weswegen sich die Adaption genau dieses Lehrformats nicht nur anbietet, sondern durchaus geboten ist. Es sei hier nur eine Randbemerkung, dass sich die Charité es hätte einfach machen und den Workshop einfach ins Curriculum hätte integrieren können. Schließlich wird er bspw. an der University of California und an mehreren anderen Med Schools weltweit bereits von den Universitäten selbst angeboten, womit die jeweiligen Länder völkerrechtlichen Forderungen bspw. der UN (und hier auch relevant des Europarats) nachkommen.

Im Workshop wird selbstverständlich neben den Methoden auch auf die jeweiligen Komplikationen eingegangen. Wir möchten Sie aber auch darauf hinweisen, dass Schwangerschaftsabbrüche zu den sichersten und komplikationsärmsten Eingriffen überhaupt zählen, sofern sie von medizinischem Fachpersonal durchgeführt werden. 

Wir haben dabei nie behauptet, dass man nach dem Besuch unsere Workshops einen Abbruch durchführen kann. Genauso wenig behauptet ja auch unsere Universität, dass wir nach einmaligen Praktika zu Nahtversorgung, Blasen- oder zentralvenösen Katheter etc. all diese Eingriffe beherrschen. Jedoch hat man nach unserem Workshops sowohl die theoretischen Inhalte gehört, die unsere Universität bislang verpasst hat uns zu lehren, als auch einen Eindruck davon bekommen, wie der Eingriff praktisch abläuft. Es sei außerdem angemerkt, dass der Papayaworkshop maßgeblich von 3–4 Gynäkologinnen mitgestaltet wird, die zusammen um die 100 Jahre Berufserfahrung haben. Insofern wird die Veranstaltung von ausreichend Expertise begleitet. 

Ihre Unterstellung, wir sowie die uns unterstützenden Gynäkolog*innen seien frauenverachtend, sehen wir Ihnen also aufgrund Ihrer Unwissenheit nach. 

Frauenverachtend ist es hingegen, zu behaupten, dass das Thema in der Basisausbildung/ im Medizinstudium irrelevant sei, wenn es in Deutschland etwa 30% (unbeabsichtigte Schwangerschaften) bzw. knapp 17% (ungewollte Schwangerschaften) der Frauen betrifft (siehe hierzu entsprechende Studien der BzgA).

À propos ist es in Deutschland – auch aufgrund der misogynen Gesetzeslage – keinesfalls so, dass Schwangerschaftsabbrüche von Gynäkolog*innen beherrscht werden müssen (vgl. hierzu entsprechende Ausbildungskataloge). Insofern ist Ihre Bemerkung, dass dieser Eingriff alleinig in diese Fachdisziplin gehört, nicht nur hinfällig, sondern schlichtweg falsch, weil die Versorgung – egal durch welche Disziplin – in Deutschland nicht gesichert ist. 

Im Gegensatz zu vielen Gynäkolog*innen hat Frau Hänel nicht nur jahrelang in der Schwangerschaftskonfliktberatung gearbeitet, sondern sich auch die Mühe gemacht, den Schwangerschaftsabbruch in den Niederlanden zu erlernen. Und offensichtlich führt sie ihn nun schon seit Jahrzehnten sicher und zuverlässig durch und versorgt damit als einzige (!) ungewollt Schwangere im Großraum Gießen (es sei hier angemerkt, dass noch nicht einmal das Uniklinikum Gießen/ Marburg Abbrüche anbietet). 

Unter Umständen ist es Ihnen als Psychiater nicht geläufig, dass in den operativen Fächern gilt „wer kann, der*die darf“. Wenn Sie sich also an Frau Hänels Facharzt für Allgemeinmedizin stoßen, dann ist das – mit Verlaub – Ihr Problem. Denn wer die OP-Zulassung hat, der*die darf auch operieren.

Darüber hinaus wird der Eingriff in anderen Ländern ebenfalls von anderen Fachärzt*innen (eben bspw. aus der Allgemeinmedizin) oder in Skandinavien auch von Hebammen/ Entbindungspfleger*innen durchgeführt.

Um auch auf die letzte „marginale“, aber wohl doch ausreichend wichtige Bemerkung einzugehen: Der Name unserer Gruppe stammt von der amerikanischen Mutterorganisation (Link hierzu ebenfalls zu finden auf unserer Homepage). Im angloamerikanischen Raum bezeichnet „pro choice“ oder „for choice“ die Ansicht, dass Schwangeren grundsätzlich selbst die Entscheidung überlassen werden sollte, ob sie eine (ungewollte) Schwangerschaft austragen oder nicht. Und wir sind davon überzeugt, dass alle Menschen, ob mit oder ohne Uterus, selbst darüber entscheiden können, was sie ihrem Körper zumuten wollen oder nicht.

Ich hoffe, die Unklarheiten damit ausreichend beseitigt zu haben. 

Mit freundlichen Grüßen in die Heimat

Amelie für die Medical Students for Choice Berlin

Positionierung zum Kompromissvorschlag bzgl. §219a

Am 28.01.2019 kam die Große Koalition nach monatelangen Gesprächen zu einem gemeinsamen Beschluss bzgl. des §219a. Der Paragraph – und damit das Werbeverbot – bleibt bestehen, und wird lediglich um einen Abschnitt ergänzt. In diesem heißt es, dass Ärzt*innen und Kliniken nun darauf hinweisen dürfen, dass sie Schwangerschaftsabbrüche durchführen, nicht jedoch weitere Informationen zu den Methoden o.Ä. geben. Zudem soll die Pille bis zum 22. Lebensjahr von den Krankenkassen übernommen werden. Justizministerin Katharina Barley kommentiert dazu: „Wir stellen sicher, dass betroffene Frauen in einer persönlichen Notsituation an die Informationen gelangen, die sie benötigen“ [1]

Viele Fragen bleiben offen. Klar ist, der stigmatisierende und kriminalisierende Naziparagraph (verabschiedet 1933) bleibt bestehen. Warum wir nicht zufrieden damit sind:

  1. Unsere Regierung scheint davon auszugehen, dass allein Frauen für das Thema ‚Verhütung‘ zuständig sind und v.a. junge, „arglose“ Frauen* ungewollt schwanger werden. Das stimmt nicht! Trotz perfekter Anwendung ist kein Verhütungsmittel 100% sicher. Die meisten Schwangerschaftsabbrüche werden von Frauen über 25 Jahren vorgenommen. Woher also diese scheinbar willkürlich gewählte Altersgrenze von 22 Jahren? Verhütung (für alle Geschlechter!) sollte grundsätzlich kostenlos sein!
  2. Schwangerschaftsabbrüche bleiben weiter Straftatbestand und werden somit nicht wie jeder andere medizinische Eingriff behandelt. Damit soll es betroffenen Frauen also weiterhin erschwert bleiben, objektive und kompetente Informationen zum Schwangerschaftsabbruch zu erhalten. Warum darf im 21. Jahrhundert eine (ungewollt) schwanger Person immer noch nicht selbst entscheiden, welche Informationen ihr zustehen?
  3. Die Regierung scheint ein großes Misstrauen gegenüber Ärzt*innen zu haben. Sie glauben wohl, dass sie Schwangere vor (werbenden, Profit-gierigen) Ärzt*innen schützen müssen und vertrauen nicht darauf, dass diese stattdessen einfach ihren Beruf ausüben und Frauen in Notsituationen unterstützend und beratend zur Seite stehen möchten. Deswegen gestehen sie Ärzt*innen nur zu, öffentlich zu erwähnen, dass sie Schwangerschaftsabbrüche durchführen, jedoch keine weiteren Informationen zum Eingriff (z.B. Methoden, Ablauf, Kontraindikationen, Risiken) hinzuzufügen. Es ist interessant, dass dieses Misstrauen nur beim Schwangerschaftsabbruch und nicht bei anderen medizinischen Eingriffen besteht.

Auf einen solchen faulen Kompromiss wollen wir uns nicht einlassen. In der „Convention on the Elimination of All Forms of Discrimination against Women“ der United Nations steht hingegen schon seit langem: Die Kriminalisierung von Behandlungen, die nur Frauen benötigen, einschließlich Schwangerschaftsabbrüchen, ist eine Form der Diskriminierung gegen Frauen. Die Kriminalisierung der Ärzt*innen, die diese Behandlungen anbieten, verletzt Frauenrechte. Die Staaten haben die Verpflichtung die Rechte der Frauen bzgl. des Schwangerschaftsabbruches zu respektieren, zu schützen, und zu erfüllen! [2] Der §219a verstößt gegen all diese Punkte!

Wir fordern ein Recht auf körperliche Selbstbestimmung. Schwangerschaftsabbrüche dürfen kein Straftatbestand mehr sein. §219a muss immer noch weg.

[1] https://www.zdf.de/nachrichten/heute/koalitionsbeschluss-aenderungen-paragraf219a-102.html#xtor=CS5-48

[2] übersetzt nach https://www.ohchr.org/en/issues/women/wrgs/pages/healthrights.aspx und https://tbinternet.ohchr.org/_layouts/treatybodyexternal/Download.aspx?symbolno=CEDAW/C/GC/35&Lang=en

Mediziner*innen gegen §219a StGB!

Ihr habt es satt, dass ihr später dafür verklagt werden könnt, wenn ihr eure Patientinnen zu Schwangerschaftsabbrüchen informiert? Ihr seid dafür, dass der entsprechende §219a im Strafgesetzbuch gestrichen wird? Dann unterstützt uns diesen Samstag bei der Kundgebung am Rosa-Luxemburg-Platz!

Wir haben Plakate gebastelt mit der Aufschrift „Mediziner*innen gegen 219a StGB“ und würden gerne einen eigenen Mediziner*innen-Block bilden – weil wir als zukünftige Ärzt*innen die Verantwortung haben, uns für die Gesundheit von ungewollt Schwangeren und gegen deren und unsere Kriminalisierung einzusetzen.

Das heißt konkret: Ihr kommt als Vertreter*innen aus der Medizin – gerne symbolisch sichtbar mit weißem Kittel, Kasack oder Stethoskop – und wenn ihr wollt, könnt ihr Teil unserer Fotoprotestaktion werden. Wir werden alle, die möchten, in Gruppen oder einzeln mit den entsprechenden Plakaten oder zugeklebten Mündern fotografieren und das ganze über unsere Kanäle verbreiten. In vielen anderen Städten werden ähnliche Fotoaktionen stattfinden. Zusammen sind wir mehr!

Wir bringen ein paar mehr Kittel mit, auch Nicht-Mediziner*innen können natürlich gerne bei den Fotos mitmachen!

Was?
Keine Kompromisse! #wegmit219a – Kundgebung in Berlin mit Acts, Arts and Action!

Unser Treffpunkt:
Wann? um 11.45 Uhr am Samstag, 26.01.19
Wo? am Räuberrad am Rosa-Luxemburg-Platz (das steht auf dem Rasen vor der Volksbühne)

Beginn der Kundgebung: 12 Uhr

Brief an die Justizministerin Katarina Barley zur Streichung von § 219a StGB

Weshalb wir die ersatzlose Streichung fordern!

Liebe Unterstützer*innen, 

wir haben einen offenen Brief an die Justizministerin Katarina Barley geschrieben und wir hoffen, dass wir einige von euch davon überzeugen können, diesen Brief unterschrieben an unsere Justizministerin zu schicken und ihn in den sozialen Medien zu teilen. Wir erinnern durch diesen Brief an unsere Forderung § 219a ersatzlos aus dem Strafgesetzbuch zu streichen, um der Kriminalisierung von Ärzt*innen, die über Schwangerschaftsabbrüche sachlich informieren, endlich ein Ende zu setzen. Dieses Anliegen ist uns wirklich sehr wichtig. Unsere Bündnispartnerin Stephanie Mia Schwanz hat den Brief in Zusammenarbeit mit uns verfasst und würde sich ebenfalls über eure Unterstüzung freuen. Je mehr Menschen mitmachen, desto besser!

Die Postanschrift lautet:

Dr. Katarina Barley
Bundesministerium der Justiz und für Verbraucher*innenschutz
11015 Berlin


Hier unsere Briefvorlage für euch zum Rauskopieren:

Liebe Justizministerin Dr. Katarina Barley,

Wir Aktivist*innen, Bürger*innen, Jurist*innen, Mediziner*innen, Politiker*innen, Student*innen, wir die uns für eine ersatzlose Streichung des § 219a aus dem Strafgesetzbuch vielfältig, kreativ und ausdauernd seit über einem Jahr einsetzen, schreiben Sie als Justizministerin, die bis Herbst einen Kompromissvorschlag angekündigt hat, an. Wir sind die Vielen, die gerade auf Sie hoffnungsvoll schauen.

Wir können keinen Kompromiss akzeptieren, denn der Kompromiss wird auf dem Rücken unserer körperlichen Integrität und Selbstbestimmung ausgetragen!

Wir skandalisieren die Anklagen gegen die Ärztinnen, die angefeindet und angezeigt werden, weil ein Wort auf ihren Homepages 100 Jahre nach Einführung des Wahlrechts für Frauen* steht: SCHWANGERSCHAFTSABBRUCH!

Wie oft sollen wir noch auf die Straße gehen, während Frauen* und schwangere Personen gerade nach sachlichen Informationen im Internet suchen und auf nicht sachliche Informationen stoßen und schmerzhaft erkennen müssen, wie bevormundet und eingeschränkt sie dabei werden und feststellen müssen, dass sie sich in keiner für sie politisch gewollten Unterstützung wiederfinden?!

Wie laut sollen wir noch werden, während Ärztinnen, die nach § 219a StGB angezeigt oder bereits verurteilt wurden, die Arbeit der Regierung der Großen Koalition übernehmen und bereit sind den Weg auf eigene Kosten bis zum Bundesverfassungsgericht zu gehen, damit sich unsere Situation verbessert?!

Schwangerschaftsabbrüche gehören zu unserem Leben.

Wir wollen in einer Gesellschaft leben, die uns wie mündige Bürger*innen behandelt und uns unsere Menschenrechte nicht länger verwehrt. Wir wissen selbst, was gut für uns ist und unser Kampf um reproduktive Rechte, sexuelle Selbstbestimmung und körperliche Unversehrtheit zeigt uns, dass wir immer noch abgewertet, diskriminiert und stigmatisiert werden.

Ärzt*innen, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen und sachlich informieren, Frauen* und schwangere Personen werden durch § 218, § 218a, § 218b, § 218c und § 219, § 219a sowie § 219b StGB – nach den Straftatbeständen Mord und Totschlag im Strafgesetzbuch verankert – immer noch bevormundet und in ihrer Informationsfreiheit eingeschränkt. Uns wird durch dieses Konstrukt immer noch abgesprochen, dass wir selbst über unsere Körper entscheiden können.

Wie lange wird uns der Mythos der Gleichberechtigung noch erzählt?

Wir wissen, dass Frauen* rechtlich immer noch nicht gleichberechtigt sind und deshalb schauen wir auf Sie und wir vertrauen darauf, dass Sie uns im Winter nichts weniger als die ersatzlose Streichung des § 219a StGB verkünden werden!

Von Herzen kommend und zuversichtlich,

Keine Fundis! Heute und morgen auf die Straße!

Heute (21.09.) gibt es um 18h eine queer-feministische Vorabenddemo, da auch die Fundis schon heute aktiv sind und ihren Antifeminismus verbreiten.
Und morgen (22.09.) wollen wie jedes Jahr wieder christliche Fundamentalist*innen durch Berlin marschieren und ihre mittelalterlichen Ansichten verbreiten.

Im Besonderen fordern sie ein komplettes Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen.
Dabei ist der Schwangerschaftsabbruch auch heute noch in fast allen Fällen kriminalisiert. 96% aller Schwangerschaftsabbrüche in Deutschland werden nach der Beratungsregelung durchgeführt und sind dadurch nach §218StGB eine Straftat, wenn auch straflos.

Nach Zahlen des statistischen Bundesamtes werden in Deutschland jährlich ca. 100.000 Schwangerschaftsabbrüche durchgeführt 96% davon nach Beratungsregelung. Das heißt, dass dank der §§218 und 219 in Deutschland in 10 Jahren mindestens eine Million Mal ungewollt Schwangere kriminalisiert und gesellschaftlich stigmatisiert werden. Sie werden zu einer Pflichtberatung gezwungen und es wird ihnen schwer gemacht überhaupt an Informationen zu kommen. Letzteres aufgrund eines Relikts aus der Nazizeit – einem Paragraphen aus dem Jahr 1933!
Wenn ungewollt Schwangere nach Infos im Internet suchen, ist es sehr wahrscheinlich, dass sie zunächst auf Seiten von AbtreibungsgegnerInnen landen, auf welchen versucht wird, ihnen mit vollkommen übertriebenen und unrealistischen Bildern und Lügen ein schlechtes Gewissen zu machen.

Diese christlichen Fundamentalist*innen nennen sich selbst „Lebensschützer“, aber was sie fordern hat nichts mit Lebensschutz zu tun.
Länder mit restriktiven Gesetzgebungen weisen keineswegs weniger Abbrüche auf, sondern eher unsichere Abbrüche – die Folge davon ist viel zu oft, dass die ungewollt schwangere Person dabei verstirbt – laut der Weltgesundheitsorganisation jährlich zu Zehntausenden. Weitere tragen massive gesundheitliche Schäden davon.
Ihnen geht es nicht darum, Leben zu schützen, sondern darum, patriarchale Verhältnisse zu stützen, konservativen Müll zu verbreiten und vor Allem auch queere Personen massiv einzuschränken! Das ist die lebensfeindliche Realität, die sie sich wünschen – dass sie sich dabei „Pro Life“ nennen, ist so zynisch und gelogen, dass uns schlecht wird!

Also: bleibt kämpferisch und vermiest den Fundis morgen so richtig den Tag! Egal ob schlechtes Wetter oder harte Zeiten, es lohnt sich immer, für den Feminismus zu fighten!

Alle Infos findet ihr auf der Seite des What the Fuck-Bündnisses: https://whatthefuck.noblogs.org/

Solidarische und Kämpferische Grüße,
eure Medical Students for Choice Berlin

Positionierung der Ärzte*schaft zum §219

Es ist bedauernswert, dass sich der Deutsche Ärztetag gegen eine Streichung des 219a ausspricht; es zeigt, dass die Ärzt*innenschaft gespalten ist – neben Vorkämpferinnen wie Kristina Hänel gibt es auch viele konservative Stimmen. Diejenige Profession, die am Hebel sitzt und sich glaubhaft und vehement für eine Streichung zum Wohle von Millionen Frauen einsetzen könnte, verpasst diese Chance eines humanistischen ärztlichen Denkens und Handelns. Dabei ist in der Muster-Berufsordnung der Ärzt*innen von 2018 eigentlich für jegliche medizinischen Eingriffe sehr genau geregelt, was verbotene Werbung und was erlaubte Information ist:

§ 27 – Erlaubte Information und berufswidrige Werbung

(…)

(2) Auf dieser Grundlage sind Ärztinnen und Ärzte sachliche berufsbezogene Informationen gestattet.

(3) Berufswidrige Werbung ist Ärztinnen und Ärzten untersagt. Berufswidrig ist insbesondere eine anpreisende, irreführende oder vergleichende Werbung. Ärztinnen und Ärzte dürfen eine solche Werbung durch andere weder veranlassen noch dulden. Eine Werbung für eigene oder fremde gewerbliche Tätigkeiten oder Produkte im Zusammenhang mit der ärztlichen Tätigkeit ist unzulässig. Werbeverbote aufgrund anderer gesetzlicher Bestimmungen bleiben unberührt.

(4) Ärztinnen und Ärzte können

  • nach der Weiterbildungsordnung erworbene Bezeichnungen,
  • nach sonstigen öffentlich-rechtlichen Vorschriften erworbene Qualifikationen,
  • als solche gekennzeichnete Tätigkeitsschwerpunkte und
  • organisatorische Hinweise

ankündigen.

Es braucht also keinen zusätzlichen Paragraphen im StGB!

Das Deutsche Ärzteblatt schreibt zu der Diskussion auf dem Erfurter Ärztetag 2018: „In der sehr ernsthaften und zeitweise nachdenklichen Debatte – an der sich 17 Ärzte und neun Ärztinnen beteiligten – war es oft sehr still im Saal der Erfurter Messe: Vor allem die sehr persönlichen Erfahrungen von Ärzten, die Patientinnen beraten oder die Eingriffe vornehmen, sowie von betroffenen Vätern beeindruckten die Anwesenden.“

Väter und „Ärzte“ (hier nicht gegendert, also auch nur männliche Ärzte?)  werden also angehört, aber die betroffenen Frauen selbst nicht?